Ein Bausachverständiger kostet bei mir 90 bis 180 Euro pro Stunde (brutto, inklusive 19 Prozent Umsatzsteuer). Die Gesamtkosten eines Auftrags beginnen bei 750 Euro und richten sich nach Umfang und Objekt. Ein Ortstermin mit kurzer Dokumentation liegt am unteren Ende, ein ausführliches schriftliches Gutachten mit Messungen deutlich darüber.

Ich bin Jörg Aichinger, DEKRA-zertifizierter Bausachverständiger aus Bayreuth und Sachverständiger im Beratungsnetz des Bauherren-Schutzbundes. Auf dieser Seite finden Sie meine Preise offen aufgeschlüsselt, damit Sie schon vor dem ersten Telefonat wissen, womit Sie rechnen müssen.

Stundensatz und Gesamtkosten im Überblick

PositionPreis
Stundensatz90 bis 180 Euro (brutto)
Gesamtkosten je Auftragab 750 Euro, je nach Umfang und Objekt
Abrechnungnach tatsächlichem Aufwand oder als vorab vereinbartes Pauschalhonorar
Angebotvorab, schriftlich, kostenfrei

Warum eine Spanne und kein Fixpreis? Weil der Aufwand tatsächlich unterschiedlich ist. Eine Wohnung mit 70 Quadratmetern in einem Gebäude von 2015 ist in zwei Stunden begutachtet. Ein Zweifamilienhaus von 1958 mit Anbau, feuchtem Keller und drei Umbauphasen ist es nicht. Wer für beides denselben Preis nennt, kalkuliert entweder den einfachen Fall zu teuer oder den schwierigen zu knapp.

Kosten nach Leistung: Orientierungstabelle

Die folgende Tabelle zeigt den typischen Zeitaufwand meiner Leistungen und die daraus abgeleitete Kostenorientierung. Die Stundenwerte umfassen Vorbereitung, Ortstermin und Dokumentation.

LeistungTypischer ZeitaufwandKostenorientierung
Hauskaufberatung (Ortstermin plus Kurzprotokoll)4 bis 6 Stundenab 750 Euro
Bauabnahme (Abnahmebegehung plus Protokoll)3 bis 5 Stundenab 750 Euro
Baubegleitende Qualitätssicherung (je Ortstermin)2 bis 4 StundenPaket ab 750 Euro
Schimmel- und Feuchtegutachten5 bis 10 Stundenab 750 Euro
Bauschadensbewertung, Kurzgutachtenab 5 Stundenab 750 Euro
Beweissicherung vor einer Nachbarbaustellenach Objektgrößeab 750 Euro

Hinweis zu allen Preisangaben: Es handelt sich um eine unverbindliche Orientierung. Alle Beträge sind Bruttopreise inklusive 19 Prozent Umsatzsteuer. Das verbindliche Honorar halte ich vor Auftragserteilung in einem individuellen Angebot fest, sobald ich weiß, um welches Objekt und welche Fragestellung es geht.

Beispielrechnung: so kommen 750 Euro zustande

Ein transparentes Rechenbeispiel für eine Hauskaufberatung an einem Reihenhaus, Baujahr 1994:

SchrittAufwand
Sichtung der Unterlagen vorab (Exposé, Grundrisse, Energieausweis)0,5 Stunden
Ortstermin mit Ihnen am Objekt, inklusive Feuchtemessung2,5 Stunden
Auswertung, Fotodokumentation, schriftliche Zusammenfassung2 Stunden
Summe5 Stunden

5 Stunden zu 150 Euro ergeben 750 Euro brutto. Das ist bewusst als Beispiel gekennzeichnet und keine Zusage für Ihr Objekt. Liegt Ihr Haus zwei Stunden Fahrzeit entfernt, hat drei Vollgeschosse oder brauchen Sie ein ausführliches Gutachten statt eines Protokolls, verschiebt sich der Aufwand nach oben.

Was den Preis bestimmt

  • Objektgröße und Gebäudetyp: Eigentumswohnung, Reihenhaus, freistehendes Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus.
  • Baujahr und Bauzustand: Ein Altbau mit mehreren Sanierungsschichten braucht mehr Zeit als ein Neubau. Deshalb ist ein Gutachten für ein altes Haus in der Regel teurer.
  • Fragestellung: Eine Ja-oder-Nein-Frage zu einem Riss ist schneller beantwortet als eine vollständige Zustandsbewertung.
  • Dokumentationstiefe: mündliche Einschätzung vor Ort, kurzes Protokoll, Kurzgutachten oder ausführliches schriftliches Gutachten mit Fotodokumentation. Das ist der größte einzelne Kostenhebel.
  • Messtechnik und Laborkosten: Feuchtemessung ist Standard. Thermografie, Luftkeimmessung oder Materialproben mit Laborauswertung kommen nach Aufwand dazu und werden vorher abgestimmt.
  • Anfahrt: In meinem Einzugsgebiet Nordbayern (Bayreuth, Bamberg, Nürnberg, Fürth, Erlangen, Würzburg, Schweinfurt, Regensburg, Amberg, Hof, Ingolstadt, Coburg) ist die Anfahrt kalkulierbar.
  • Eilbedürftigkeit: Wenn der Notartermin in vier Tagen ist, muss ich anders planen als bei drei Wochen Vorlauf.

Stundensatz oder Pauschale?

Beides ist möglich. Bei klar umrissenen Leistungen wie Hauskaufberatung, Bauabnahme oder einem einzelnen Baubegleitungstermin arbeite ich in der Regel mit einem vorab vereinbarten Pauschalhonorar. Sie wissen dann vorher genau, was es kostet. Bei offenen Fragestellungen, etwa einer Schadensursachensuche, deren Aufwand vom ersten Befund abhängt, rechne ich nach Stunden ab und stimme mich mit Ihnen ab, sobald sich abzeichnet, dass mehr Zeit nötig wird. Überraschungen auf der Rechnung gibt es bei mir nicht.

Was kostet ein gerichtlich beauftragter Sachverständiger?

Beauftragt ein Gericht einen Sachverständigen, richtet sich die Vergütung nicht nach dem freien Markt, sondern nach dem Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG). Nach Paragraf 9 JVEG gibt es feste Honorargruppen mit Stundensätzen, die aktuell für das Sachgebiet Bauwesen 104 bis 114 Euro netto je Stunde liegen. Bausachverständige fallen dabei je nach Fragestellung in eine mittlere Honorargruppe.

Ein Privatgutachten, das Sie selbst in Auftrag geben, ist an das JVEG nicht gebunden. Dafür können Sie es sofort beauftragen und müssen nicht auf ein Gerichtsverfahren warten. Mehr dazu unter Baugutachten Kosten.

Wann lohnt sich ein Bausachverständiger?

Ein Sachverständiger lohnt sich immer dann, wenn eine falsche Entscheidung ein Vielfaches seines Honorars kostet. Konkret:

  • Vor dem Hauskauf. Bei einem Kaufpreis von 350.000 Euro entsprechen 750 Euro rund 0,2 Prozent. Eine übersehene Kellerabdichtung, ein sanierungsbedürftiges Dach oder eine Heizung am Ende ihrer Lebensdauer bewegen sich schnell im fünfstelligen Bereich. Details unter Hauskaufberatung Kosten.
  • Während des Neubaus. Ein Mangel, den ich am offenen Rohbau sehe, wird zeitnah behoben. Derselbe Mangel unter Putz, Estrich und Fliesen wird zum Streitfall. Siehe Baubegleitung Kosten.
  • Bei Schimmel und Feuchte. Wer die Ursache nicht kennt, saniert die Oberfläche und hat den Schaden in zwei Jahren wieder. Siehe Schimmelgutachten Kosten.
  • Vor der Bauabnahme. Nach der Abnahme ändert sich die Beweislage zu Ihren Ungunsten. Was vorher auffällt, ist deutlich einfacher durchzusetzen.
  • Bei Streit mit Bauunternehmen, Verkäufer oder Vermieter. Eine sachliche, dokumentierte Feststellung bringt Bewegung in Gespräche, die vorher festgefahren waren.

Sind die Kosten steuerlich absetzbar?

Bei vermieteten Objekten sind Sachverständigenkosten in der Regel als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehbar. Bei selbst genutztem Wohneigentum ist die reine Gutachtertätigkeit nach Auffassung der Finanzverwaltung grundsätzlich keine begünstigte Handwerkerleistung nach Paragraf 35a EStG. In Einzelfällen, in denen die Schadensfeststellung Teil einer konkreten Handwerkerleistung ist, wird das differenzierter gesehen. Ich leiste keine Steuerberatung, bitte klären Sie Ihren konkreten Fall mit Ihrem Steuerberater.

Woran Sie ein seriöses Honorar erkennen

  • Sie bekommen vor der Beauftragung ein schriftliches Angebot mit Leistungsumfang und Preis.
  • Der Sachverständige sagt Ihnen ehrlich, wenn Ihre Frage mit einer kurzen Beratung geklärt ist und kein Gutachten braucht.
  • Es gibt kein Erfolgshonorar. Ein Sachverständiger, dessen Bezahlung vom Ergebnis abhängt, ist nicht unabhängig.
  • Der Sachverständige gehört nicht zu einem Sanierungsbetrieb und vermittelt keine Handwerkeraufträge gegen Provision. Ich saniere nicht und verdiene nichts an der Lösung, die ich empfehle.
  • Seine Qualifikation ist nachprüfbar. Was die Unterschiede zwischen öffentlicher Bestellung und Zertifizierung bedeuten, erkläre ich unter öffentlich bestellt oder zertifiziert.

So bekommen Sie ein konkretes Angebot

Rufen Sie mich an unter 0921 16393251 oder schreiben Sie mir über das Kontaktformular. Sagen Sie mir, um welches Objekt es geht (Typ, Baujahr, ungefähre Größe, Ort) und welche Frage Sie beantwortet haben möchten. Sie bekommen daraufhin eine belastbare Preisaussage, bevor Sie sich entscheiden. Das Erstgespräch am Telefon ist kostenfrei.

Häufige Fragen

Wie viel kostet ein Bausachverständiger?

Bei mir kostet ein Bausachverständiger 90 bis 180 Euro pro Stunde brutto, die Gesamtkosten eines Auftrags beginnen bei 750 Euro. Wo genau Sie in dieser Spanne landen, hängt vom Objekt ab (Größe, Baujahr, Zustand), von der Fragestellung und vor allem von der gewünschten Dokumentationstiefe. Ein kurzes Protokoll ist deutlich günstiger als ein ausführliches schriftliches Gutachten. Vor der Beauftragung bekommen Sie ein schriftliches Angebot.

Was kostet eine Stunde Bausachverständiger?

Eine Stunde kostet bei mir zwischen 90 und 180 Euro brutto, inklusive 19 Prozent Umsatzsteuer. Der Satz richtet sich nach Schwierigkeit und Art der Leistung. Abgerechnet wird der tatsächliche Aufwand aus Vorbereitung, Ortstermin und Dokumentation, oder ich vereinbare mit Ihnen vorab ein Pauschalhonorar, damit Sie den Endbetrag von Anfang an kennen.

Wann lohnt sich ein Bausachverständiger?

Ein Bausachverständiger lohnt sich, sobald eine Fehlentscheidung ein Vielfaches seines Honorars kostet. Das ist beim Hauskauf der Fall, wo 750 Euro bei 350.000 Euro Kaufpreis rund 0,2 Prozent entsprechen, beim Neubau, wo ein Mangel am offenen Rohbau günstig zu beheben ist und unter Estrich und Putz nicht mehr, bei der Bauabnahme und bei Feuchte- oder Schimmelschäden mit unklarer Ursache.

Wie hoch dürfen Gutachterkosten sein?

Für privat beauftragte Bausachverständige gibt es keine gesetzliche Gebührenordnung, das Honorar wird frei vereinbart. Marktüblich sind Stundensätze im Bereich von etwa 90 bis 180 Euro brutto. Anders bei gerichtlich beauftragten Sachverständigen: Deren Vergütung ist im Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz geregelt, die Stundensätze nach Paragraf 9 JVEG liegen je nach Honorargruppe aktuell etwa zwischen für das Sachgebiet Bauwesen 104 bis 114 Euro netto je Stunde.

Wann braucht man einen Bausachverständigen?

Typisch sind fünf Anlässe: vor dem Kauf einer gebrauchten Immobilie, während eines Neubaus als baubegleitende Qualitätssicherung, zur Bauabnahme, bei Schimmel- und Feuchteschäden mit unklarer Ursache und bei Streit über Baumängel, wenn eine unabhängige Feststellung gebraucht wird. Auch vor Beginn einer Nachbarbaustelle ist eine Beweissicherung sinnvoll.

Kann ich die Kosten für einen Bausachverständigen steuerlich absetzen?

Bei vermieteten Objekten sind die Kosten in der Regel als Werbungskosten absetzbar. Bei selbst genutztem Wohneigentum gilt die reine Gutachtertätigkeit nach Auffassung der Finanzverwaltung grundsätzlich nicht als begünstigte Handwerkerleistung nach Paragraf 35a EStG. Ich leiste keine Steuerberatung, bitte klären Sie Ihren konkreten Fall mit Ihrem Steuerberater.